Gentrifizierung und Stadtraum

Auf Einladung der Grünen Akademie Steiermark hält Johannes Fiedler einen Vortrag vor interessierten Bürger:innen und Stadtpolitiker:innen. Er stellt die Entstehung und den Verlauf des Phänomens in New York dar und analysiert die Bedeutung von Bebauung und öffentlichem Raum. Mit Blick auf Graz formuliert er städtebauliche Prinzipien, die in der von Gentrifizierung getriebenen Stadterneuerung zu beachten sind.

> FIEDLER_Gentrifizierung

archurb · 05.02.2026

Wettbewerb Reininghausplatz

Für die Gestaltung des neuen, zentralen Platzes im Stadtentwicklungsgebiet Reininghaus in Graz wird fiedler.tornquist von der Stadt Graz und der Austrian Real Estate Agency (ARE) mit der Konzeption und Durchführung eines offenen Wettbewerbs beauftragt. Die Fläche von rd. 10.000 m2 befindet sich im Quartier 12 an der Alte-Poststraße und wird zu drei Seiten von gemischt genutzten Gebäuden begrenzt. In Richtung Osten schließt der neu errichtet Schulcampus an. Im Dezember 2020 ermittelt die Jury unter 22 Einreichungen die Preise und Anerkennungen.

> Auslobungstext

 

archurb · 12.02.2021

Stadtplanung Graz – Referenzliste

2020 Wettbwerb Reininghausplatz, Graz; Verfahrensbetreuung
> 2021 AUSLOBUNG_Wettbewerb_Reininghausplatz_Nachlese

2018-2019 Straßenraumgestaltung, Graz Baierdorf

2015 Wettbwerb ÖV-Achse Reininghaus, Graz; Verfahrensbetreuung
> 2015 AUSLOBUNG_Wettbewerb_ÖV_Achse_Graz Reininghaus-Nachlese
> RH Syntheseplan-Stand 2015
> Zeittafel und Baubestand_Graz Reininghaus

2014 Erhebung der Umnutzung von Vorgärten durch PKW – Parken; beauftragt von der Abteilung für Grünraum und Gewässer (A10/5) und dem Stadtplanungsamt (A14),Studentische Mitarbeiter: Stefan Auer, Marcus Postl,BSc, Eugen Tornquist
> 20140731_STUDIE_PKW-VO

2008-2012  Nahverkehrsdrehscheibe Hauptbahnhof Graz; Mitglied des Gestaltungsbeirates Bahnhofsvorplatz


Architekten: Zechner&Zechner, Robert Luger 3:0 LA
Denkmal: Kandelaber aus 1958, beispielhaft renoviert

Denkmal: Gerhardt Moswitzer 1984,an diesem Standort wiedererrichtet
“Mahnmal zur Erinnerung an die Ereignisse im Jahre 1934”

Gerhardt Moswitzer Eisen Zeug

2008-2011 Liebenauer Hauptstraße / Stanglmühlstraße, Graz; Gestaltungskonzept und Bebauungsplan

2010-2011 Wettbewerb Neugestaltung Annenstraße, Graz; Verfahrensbetreuung
Annenstraße Graz Historisches Bildmaterial

2009-2012   Beirat für BürgerInnenbeteiligung, Graz; Jördis Tornquist Mitglied des Beirates zur Umsetzung der Projekte des Programms „Zeit für Graz“

2007-2009 Werbeanlagen Graz; Zonierung und Richtlinien für das gesamte Grazer Stadtgebiet

2006-2008 Liebenauer Hauptstraße / Stanglmühlstraße, Graz;  Gestaltungskonzept

2004 Bau Eggenberg, Graz;  Ausarbeitung Raumprogram und Vorstudien für den Neubau

2004 Jakominiplatz, Graz; Dokumentation Mängel

2003-2006 Obere Neutorgasse und Kapistran-Pieller-Platz, Graz: Umsetzung des Bürgerbeteiligungsverfahrens, Entwurf und Ausführungsplanung

2003 Haltestelleninformationssystem GVB, Gestaltung von Info-Stelen – im Auftrag der GVB

2003 Altstadtenquete: Strategien für die Grazer Altstadt; Organisation und thematische Betreuung

2002 Murgeländer Graz;  Stadtgestalterische Analyse und Produktübersicht für die Geländer im Bereich der Grazer Innenstadt

2002 Karmeliterplatz, Graz;  Konzept für die Neugestaltung, Gutachterverfahren

> Graz Karmeliterplatz Neugestaltung Beitrag

2002 Schönbrunngasse Bebauungskonzept; im Auftrag der Stadt Graz, Gutachterverfahren

2001 Werbeanlagen Graz; Bestandsaufnahme und Bewertung der Plakatwände an den Stadteinfahrten: Kärntner Straße, Wiener Straße, St. Peter Hauptstraße

2001 „Platz für Menschen“, Graz; Dokumentation des Konzeptes für eine internationale Konferenz

2000 Hauptplatz Graz, Analyse und Vorentwurf für die Neuordnung des Marktbereichs; Entwurf Stände: Kompaktstand, Jausenstand, Obststand, Blumenstand


1998 Neugestaltung Griesplatz, Graz; historische Analyse, Bevölkerungsbefragung, Erstellen der Ausschreibung und Verfahrensbetreuung, BürgerInnenumfrage und historische Analyse

1996 Hauptplatz Graz; Bestandserhebung und Gestaltungsrichtlinien für die Marktstände

1995-1997 Jakominiplatz, Graz; Wettbewerbsprojekt und Umsetzung – Arbeitsgemeinschaft mit Architekten/in Jörg und Ingrid Mayr

1995 Innenstadt Graz: Kommerzielle Einrichtungen auf öffentlichem Gut; Studie, Nutzungsplan und Kriterienkatalog

> Gestaltungsideen für Graz

 

archurb · 19.12.2020

Stadtraum als Medium der Verkehrswende

Beitrag in: Verkehrswende; PLANER_IN Heft 4_20; Vereinigung für Stadt- Regional- und Landesplanung (SRL), Berlin 2020

Die Bedingungen des öffentlichen Stadtraums sind von großer Bedeutung für das Gelingen der Verkehrswende, wie sie für das Erreichen der Klimaziele notwendig ist. Das zentrale Element ist dabei durchgängige Fußläufigkeit, die in allen öffentlichen Räumen gewährleistet sein muss. Der Artikel beschreibt die wesentlichen städtebaulichen Prinzipien, die dazu beitragen, einen solchen post-fossilen Raum zu schaffen: Neuverteilung der Verkehrsflächen, wobei nirgends mehr als eine Fahrspur pro Richtung angeboten wird; in der Bebauungsplanung die Abkehr vom Typus der “Anlage” und eine Begrenzung der Länge straßenseitiger Gebäudefronten. In dieser durchgängig fußläufigen Stadt gibt es auch Fahrzeuge, aber sie dominieren nirgends. Hochrangige Straßenverkehrskorridore, wie sie für den Gütertransport und den regionalen öffentlichen Verkehr benötigt werden, sind nicht Teil des öffentlichen Raumes. Sie werden wie Bahnanlagen betrieben.

The conditions of public urban space are essential to achieving the mobility shift needed to meet the carbon reduction goals. The central aspect is seamless and comprehensive walkability, to be provided in all public right-of-way spaces. The article describes key urban design principles that will help bring about this post-fossil space: re-distribution of street space, offering no more than one lane per direction; in building development: houses instead of compounds and estates, and a limitation to length of frontages facing public space. In this seamless pedestrian city, vehicles are not excluded, but in no place privileged or dominant. High capacity road corridors, needed for freight and regional public transportation, are managed like railroads, they are not part of public streetscape.

Stadtraum_Verkehrswende_Fiedler

 

archurb · 30.08.2020