Stadtraum als Medium der Verkehrswende

Beitrag in: Verkehrswende; PLANER_IN Heft 4_20; Vereinigung für Stadt- Regional- und Landesplanung (SRL), Berlin 2020

Die Bedingungen des öffentlichen Stadtraums sind von großer Bedeutung für das Gelingen der Verkehrswende, wie sie für das Erreichen der Klimaziele notwendig ist. Das zentrale Element ist dabei durchgängige Fußläufigkeit, die in allen öffentlichen Räumen gewährleistet sein muss. Der Artikel beschreibt die wesentlichen städtebaulichen Prinzipien, die dazu beitragen, einen solchen post-fossilen Raum zu schaffen: Neuverteilung der Verkehrsflächen, wobei nirgends mehr als eine Fahrspur pro Richtung angeboten wird; in der Bebauungsplanung die Abkehr vom Typus der “Anlage” und eine Begrenzung der Länge straßenseitiger Gebäudefronten. In dieser durchgängig fußläufigen Stadt gibt es auch Fahrzeuge, aber sie dominieren nirgends. Hochrangige Straßenverkehrskorridore, wie sie für den Gütertransport und den regionalen öffentlichen Verkehr benötigt werden, sind nicht Teil des öffentlichen Raumes. Sie werden wie Bahnanlagen betrieben.

The conditions of public urban space are essential to achieving the mobility shift needed to meet the carbon reduction goals. The central aspect is seamless and comprehensive walkability, to be provided in all public right-of-way spaces. The article describes key urban design principles that will help bring about this post-fossil space: re-distribution of street space, offering no more than one lane per direction; in building development: houses instead of compounds and estates, and a limitation to length of frontages facing public space. In this seamless pedestrian city, vehicles are not excluded, but in no place privileged or dominant. High capacity road corridors, needed for freight and regional public transportation, are managed like railroads, they not part of public streetscape.

Stadtraum_Verkehrswende_Fiedler

 

archurb · 30.08.2020
← zurück zur Übersicht