Broadacre City 2.0 postfossil

29.6.2018: Preview mit den Studierenden der TU Wien und der BOKU Wien

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Im Jahr 1935 präsentierte Frank Lloyd Wright seine Vision der Zukunft der Stadt. Ausgehend von der sich abzeichnenden Motorisierung entwirft er eine gänzlich neue Siedlungsform. In dieser neuen „Stadt“, die ihren Bürgern große individuelle Flächen (broad acres) zugesteht, gibt es kein Zentrum und keine Peripherie, sie ist vielmehr ein Kontinuum aus Landwirtschaft, Industrie und Freizeiteinrichtungen, zusammengehalten von Telekommunikation, Flugverkehr und einem Netz von Infrastrukturkorridoren, in denen Autos und Züge verkehren. Tankstellen und Konsumeinrichtungen bilden die Knotenpunkte des sozialen Austausches.

Inzwischen ist diese Stadtvision weitgehend Wirklichkeit geworden, wenngleich nicht in der von Wright imaginierten Ordnung und Ästhetik. Insbesondere in Europa manifestiert sie sich über weite Strecken als chaotische Überformung vorindustrieller Bestände. Ihre Funktionsweise und ihre Gestaltung induzieren immer neue Formen und Maßstäbe der Raumzerstörung. Diese Stadt ist die räumliche Manifestation des fossilen Zeitalters.

Broadacre City 2.0 stellt in den Zustand einer Stadtregion um das Jahr 2050 dar. Bis dahin sind gemäß dem internationalen Klimaabkommen von Paris (2015) 95% der CO2-Emissionen substituiert. Als Grundlage für das Modell dient ein Gebiet im Süden von Graz. Hier gibt es eine Fülle von Nutzungen, Infrastrukturen und Typologien, die mit dem fossilen Wirtschafts- und Lebensmodell verknüpft sind. Nun werden in fünf Teilbereichen neue, post-fossile Lösungen dargestellt.

> Buch: broadacre city 2.0

archurb · 02.01.2019
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