Magaretenbad – Pool der Ideen

Ein städtisches Bad, erbaut 1928 von Architekten Eugen Székely und Bmst. Zerkowitz wurde 2008, durch die Gründung einer BürgerInneninitiative zur Erhaltung des Freibades, gerettet. Das Grundstück wäre zu Wohnbauzwecken verwertet worden. Die aktuelle Widmung ist „städtisches Grün, Sondernutzung Freibad“.
Zahlreiche  Aktivitäten rund um das Margaretenbad in Graz waren notwendig um in einem dicht verbauten Gebiet von Graz, mit einem Bevölkerungswachstum, dem Raubbau an Freiflächen entgegenzuwirken.

Kurzbeschreibung der Aktivitäten:
Soziale Skulptur: 80 Jahre Margaretenbad:

Frau Beiser und Frau Tornquist haben sich der Erhaltung eines traditionell wichtigen Ortes für die Wohnbevölkerung angenommen. Seit Generationen erfolgt dort informeller Meinungsaustausch unter freiem Himmel. Den unschätzbaren Wert für Jung und Alt haben die Aktivistinnen heuer zum 80. Jubeljahr dieser Institution in die Öffentlichkeit getragen. Es gab eine Ausstellung als exhibition in progress in der alle Erinnerungen und Ideen im Laufe der Badesaison gesammelt wurden. Ein Fest zum 80. Geburtstag des „Margerls“ fand statt, dessen Name auf das ertrunkene Kindermädchen der Gründerfamilie Zerkovitz, die „Margarete“, zurückzuführen ist. Das ist zum Beispiel eine der vielen Geschichten (oral history) – die es um das Traditionsbad gibt, sie wurden zu einem Buch gebunden und sollen für alle erhalten bleiben. Die Wünsche für die Zukunft kamen nicht zu kurz und wurden durch ein Kindermodell veranschaulicht.

Was Kinder sich wünschen:

+ das Dach als Wassertanzfläche, mit Rutsche ins Pool
+ ein hoher Sprungturm
+ ein grosses Trampolin
+ eine schöne, hohe Wandverkleidung (nord) voll mit Sonnenkollektoren
+ viele bunte Holzpritschen
+ mehr Grün, geheime Plätzchen und Winkerl
+ ein Kletterparcour über dem Babybecken
+ eine Jugendsportarena mit kleinem Vereinshäuschen

Broschüre-Auszug

Buchtipp aus 2011:
Architektur.Vergessen – Jüdische Architektur in Graz
Hg.:Antje Senarclens de Grancy/Heidrun Zettelbauer
Bölau Verlag, ISBN 978-3-205-78472-2

http://www.margerl.at

Die BürgerInneninitiative hat eine „Button-Maschine“ gewonnen.

archurb · 13.09.2016
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